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Prozession der Osterreiter

Sieben aktive Ausflugstipps in der Umgebung von Bautzen

Aktivurlauber wählen aus 11 Anregungen für Rundtouren im Faltblatt „Rundwanderungen im Oberlausitzer Bergland“. Auch die nachfolgenden sieben Ausflugsziele werden teilweise davon berührt. Vielfältige Ideen zu lohnenswerten Ausflügen bietet das „Ferienmagazin Oberlausitz“. Liebhaber des Radfahrens informieren sich in der Bautzener Tourist-Information  über die Tourentipps für Bautzen und darüber hinaus: Leihmöglichkeiten gibt es in der Stadt, auch für eine größere Personenzahl.

Bei mehreren Interessenten für Tagesfahrten im Kleinbus nach z. B. Breslau, Görlitz, Bad Muskau oder ins Zittauer Gebirge, fragen wir für Sie gern auch kurzfristig bei einem Anbieter an.
(Tourist-Information Bautzen-Budyšin, Hauptmarkt 1, 02625 Bautzen, Tel.: 03591 42016)

Auf der Via Sacra“, einer touristischen Route in der Nähe von Bautzen, reihen sich die Zeugnisse gemeinsamer Geschichte, Kultur und Geistestradition der Oberlausitz, Niederschlesiens und Nordböhmens aneinander. Große Handelswege kreuzten sich einst hier, wo heute in der Mitte Europas an gemeinsame Wurzeln erinnert wird. Von den insgesamt 16 Stationen der „Via Sacra“ befinden sich acht auf deutscher und je vier auf tschechischer und polnischer Seite. In Bautzen gehört der Dom St. Petri Bautzen mit der Domschatzkammer zu den einzigartigen sakralen Begegnungsstätten.

Ausflug 1
Spreetal-Wanderung nach Grubschütz (3 km südlich von Bautzen)
Eine der reizvollsten Wandertouren führt aus der Stadt hinaus nach Grubschütz. Dem Spreeradweg nach Süden folgend, startet man unterhalb der Wasserkunst. Ein paar Schritte zur Seite ist das uralte „Hexenhäuschen“ einen Blick wert. Vorbei an der Frankensteinschen Mühle, schaut man rechts zur „Heiligen-Geist-Brücke“, auf deren gegenüberliegenden Seite sich ein alter Friedhof aus den Befreiungskriegen befindet. Über das Eisenbahnviadukt rollten 1890 bereits 90 Züge täglich. Die „Neusche Promenade“ führt den Wanderer auch zum Spreebad, welches 1920 in einem der zahlreichen Spreearme eröffnet wurde. Die einstige „Waggonbauanstalt“ am anderen Ufer gehört heute zu „Bombardier Transportation“ und fertigt modernste Straßenbahnen für alle Welt. Entlang des Humboldthains läuft man unter alten Bäumen und vorbei an Steinbrüchen und einem uralten Wall. Mit etwas Glück zeigen sich Reiher oder Wasseramseln. Nach gut einer Stunde erreicht man Grubschütz, wo zwei Gaststätten niveauvolle Rast bieten. Viele neue Einblicke lassen einem selbst auf dem Rückweg die Zeit nicht lang werden. Diese Tour kann auch als Ganztagesausflug bis nach Obergurig, Mönchswalde und Großpostwitz verlängert werden

(Einkehrmöglichkeiten u. a. im Restaurant "Spreetal" oder im Landhotel "Zur guten Einkehr" in Grubschütz, in der "Alten Wassermühle" in Obergurig oder im „Kuchen-häus'l“ an der 1724 in Obergurig erbauten „Böhmischen Brücke“).

Sonnenuntergang am Stausee BautzenAusflug 2
„Das Bautzener Meer“
(3 km nordöstlich von Bautzens Altstadt)

An Gottfried Sempers „Alter Kaserne“ vorbei beschreitet man die Gerberstraße - ein Stück der uralten Handelsstraße „VIA REGIA“ und biegt dann ab in die Spreegasse. Nach einem großen Rechtsbogen wird die Spree überquert und schließlich erreicht man die Breitscheidstraße. Von dort sieht man auf die 1904 aus gelben Klinkern errichtete „Königliche Sächsische Landesstrafanstalt“ - die heutige JVA-Bautzen.
An der Fußgängerbrücke nach Oehna ist man wieder auf dem Spreeradweg. Nahe dem „Abgott Flinz“, einem alten Opferplatz, wurde in vorgeschichtlicher Zeit Feuerstein abgebaut. Entlang des Uferweges kann man einen schönen Blick über den Stausee, bis hinüber nach Quatitz genießen. Auf Höhe des Lubasberges sieht man in den Überlauf der Talsperre, welcher es vermag große Wassermengen schnell abzuleiten. Der Lehrpfad entlang der Kleinen Staumauer bietet viele wissenswerte Details zur hiesigen Wasserwirtschaft. Nach etwa 1,5 Stunden erreicht man den bei Niedergurig gelegenen Gottlobsberg mit dem Aussichts-Pavillon. Eine prima Stelle für Picknick! Von weitem grüßen Bautzens Türme!

(Weitere Informationen zur Talsperre Bautzen finden Sie hier.)

 

SortieranlageAusflug 3
Guttauer Teiche & Oberlausitzer Fischwochen
(ca. 13 km nordöstlich von Bautzen)

Zur Lausitz gehören auch die „1000 Teiche“. Das Unesco-Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ bietet Erholung bei Spaziergängen in der Natur und die Möglichkeit ornithologischer Beobachtungen. Alljährlich besuchen Tausende die herbstlichen Lausitzer Fischwochen mit Schau-Abfischen, Ausstellungen und kulinarischen Leckerbissen in vielen Restaurants (Infos unter 035931-21220). Die Fischereiausstellung im Rittergut Guttau ist gleichzeitig Informationszentrum der Sächsischen Teichwirtschaft. Auf dem ausgewiesenen Teichlehrpfad gelangt man nach Wartha, wo die Möglichkeit besteht, das liebenswerte „Schulmuseum“ zu besuchen.

(www.oberlausitz-heide.de, Weitere Informationen zu den Oberlausitzer Fischwochen finden Sie hier.)

 

Umgebindehaus-Architekturpark vor der größten Dorfkirche Deutschland in Cunewalde, Foto  Jens BierkeAusflug 4
Cunewalde (13 km südlich von Bautzen)
Fahren Sie nach Cunewalde und statten Sie den vielen malerischen Umgebindehäusern und Deutschlands größter Dorfkirche einen Besuch ab. Unweit der Kirche zeigt ein kleiner Park typische Umgebindehäuser im Maßstab 1:5. Gemütliche Gastwirtschaften bieten Einkehrmöglichkeiten ebenso wie die Bergbauden auf Czorneboh und Bieleboh. Das gute Wander- und Radwanderwegenetz lässt viele reizvolle Abstecher zu. Am Wochenende oder auf Voranmeldung öffnet auch das „KFZ-Veteranen-Museum“ im Dreiseitenhof, in direkter Nachbarschaft vom „Haus des Gastes Blaue Kugel“ (Tourist-Information 035877-80888). Ein halbes Jahrhundert Technikgeschichte ist hier untergekommen - kein Wunder, denn schon lange werden in Cunewalde Motoren gebaut.

(www.cunewalde.de)

 

Kirche in Schirgiswalde, Foto  Jens BierkeAusflug 5
Schirgiswalde (16 km südlich von Bautzen)
Erkunden Sie das idyllische Städtchen und beschreiten Sie die Umgebinde-Laubengänge am Markt oder besuchen Sie das Heimatmuseum. In den Wirren der napoleonischen Kriege wurde die Stadt vergessen und war für 36 Jahre eine staatenlose Insel, sozusagen ein Paradies für Schmuggler und Steuerzahler. Der nahe Spreeradweg lädt zu einem erbaulichen Spaziergang an den Sohlander Stausee ein. Vom Schirgiswalder Gondelteich hinter dem "Haus des Gastes" ausgehend, erreicht man diesen in einer guten halben Stunde (Tourist-Information 03592-34897). Gastronomie und Bootsverleih laden am Ziel zur Entspannung ein. Wer nicht den gleichen Weg zurück nehmen möchte, geht am Wahrzeichen „Himmelsbrücke“ vorbei weiter ins Zentrum von Sohland.

(www.schirgiswalde.de)

 

Findlingspark Nochten, Quelle  Findlingspark-VerwaltungAusflug 6
Findlingspark Nochten & Erlichthof Rietschen (ca. 35 km nordöstlich von Bautzen)
Was die Eiszeit an imposanten Findlingen über der Lausitzer Braunkohle liegen ließ, stellten findige Leute als besonderen Park auf einem ehemaligen Bergbauareal zusammen - den Findlingspark Nochten (Tel.: 035774-74711). Nahezu alles, was den Steingartenfreund erfreut, ist in dem vielseitigen „Heidegarten“ versammelt und zu wirklich jeder Zeit im Jahr blühen andere Pflanzen. In Rietschens „Erlichthofsiedlung“ (Tel.: 035772-40235) erwarten Sie urige Schrotholzhäuser, die von engagierten Heimatfreunden aus abgebaggerten Dörfern gerettet wurden. Die bis zu 300 Jahre alten denkmalgeschützten Gebäude sind nun als Hofläden, Museen und Veranstaltungsort zu neuem Leben erwacht. Gewebte und getöpferte Souvenirs sowie Naturprodukte können hier besichtigt und erworben werden. Natürlich ist an beiden Orten bestens an das leibliche Wohl gedacht!
(Findlingspark Nochten, 02943 Nochten, MO-FR: 10-18 Uhr, Link: www.lausitzer-findlingspark-nochten.com)
(Erlichthofsiedlung Rietschen, Turnerweg 6, 02956 Rietschen, DI-SO: 10-17 Uhr, Link: www.erlichthof.de)

 

Kloster-Kirchenruine mit Bergfriedhof auf dem Berg Oybin, Foto  Jens Bierke Ausflug 7
Zittauer Fastentücher und der sagenhafte Oybin (50 km südlich von Bautzen)
Zittau, die „Reiche“ unter den Städten des Sechsstädtebundes, wartet mit sakralen Besonderheiten von europäischem Rang auf - den Fastentüchern. In der "Kirche Zum Heiligen Kreuz" leiht man sich gar Ferngläser aus, um alle Bilder auf dem riesigen Leinentuch von 1472 vollständig zu betrachten. Mit dieser Art Tücher wurden in der vorreformatorischen Fastenzeit die Altäre verhängt, man enthielt sich also auch spirituell. Im Kulturhistorischen Museum, einem Teil des ehem. Klosters, wartet das 100 Jahre jüngere „Kleine Zittauer Fastentuch“ auf Bewunderer. Es gilt als das einzige, was je von einer ev.-luth. Gemeinde beauftragt wurde! Per Auto oder Schmalspurbahn geht es nach Oybin mit seinem fast mystischen Berg. Ob Hochzeitskirchlein, romantischer Bergfriedhof oder gotische Klosterruine, ist sehr sehenswert. Der Rundweg auf dem bienenkorbähnlichen Sandsteinberg belohnt mit zauberhafter Aussicht auf „Zittau und sein Gebirge“.

(www.zittau.de, www.soeg-zittau.de, www.oybin.com)

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Reisegruppe an alter Stadtbefestigung