Mit einer Pressekonferenz präsentierte sich am 8. Juni ein neues Unternehmen im Industriegebiet Bautzen Salzenforst, die DRS-Rohrwerke Sachsen GmbH. Im November vergangenen Jahres hatte DRS die 2004 erbauten Hallen eines insolventen Fensterbauers übernommen. „Die Hallen sind wie für uns gemacht“, ließ Geschäftsführer Martin Schneider verlauten. „Die Größe, die Lage und selbst die Farbgebung sind wie maßgeschneidert für unser Unternehmen“. Ganz so einfach war es dann wohl doch nicht, denn gleichzeitig verkündete das Unternehmen ein Investitionsvolumen von 13,6 Millionen Euro, das bis 2011 am Standort Bautzen umgesetzt werden soll.
DRS produziert Kabelschutzrohre, Kanalrohre für Abwasser, Misch- und Regenwasser aber auch sog. Wickelrohre, die mit einem Durchmesser von bis zu 2,40 Metern als Sammler oder Stauwasserkanäle für Starkregen zum Einsatz kommen. Als Material dient ein recycelbares Plastik, das sich mit Kerzenwachs vergleichen lässt aber erheblich stabiler ist. Es wird als Granulat angeliefert, in Silos zwischengelagert und dann in Formen erhitzt. Je nach Rohrdurchmesser „spucken“ die Formen zwischen 10 und 20 Meter Rohr pro Minute aus. Die gesamte Produktpalette, die zu 70 Prozent nach Polen und Tschechien exportiert wird, verlässt frühestens Ende 2010 die Hallen an der Autobahn. Bis dahin wird auch die Mitarbeiterzahl von derzeit 11 auf etwa 60 angestiegen sein, darunter ab 2011 auch 2 Auszubildende.
Auf die Frage nach der Standortentscheidung lobte Schneider neben der Infrastruktur und der Lage zu den Absatzmärkten auch das hohe Engagement aller am Genehmigungsverfahren Beteiligten: im Ministerium, bei der Sächsischen Aufbaubank und in der Stadtverwaltung Bautzen.
Andreas Klein bringt den Kunststoffschlauch auf die jeweils benötigte richtige Länge.