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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Bürgerbündnis und Verwaltung sprachen über Stadtentwicklung

Das Bürgerbündnis LauenPark und Vertreter der Stadtverwaltung trafen sich im Dezember im Rathaus, um ihre Ideen und Vorschläge zur Entwicklung des Areals Lauengraben auszutauschen. Seit sich der Investor im Mai von seinen Planungen für das Lauencenter verabschiedete, führt die Stadtverwaltung Gespräche mit den Eigentümern der Grundstücke, mit Stadträten, mit dem Beirat für Stadtentwicklung und nun auch mit dem Bürgerbündnis.

Das ruhige und offene Gespräch mit dem Bürgerbündnis ergab, dass die Gesprächspartner durchaus Berührungspunkte und zum Teil auch ähnliche Ziele in ihren jeweiligen Ansichten fanden. Auch dem Bündnis liegt an einer Wiederbelebung des Quartiers mit einer hohen Quartiersqualität. Die Rede war von kleinteiligem Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Bereichen, die Raum für Austausch bieten. Das Bündnis beklagte in diesem Zusammenhang grundsätzlich eine zu geringe Einbeziehung der Öffentlichkeit in die strukturelle bzw. architektonische Stadtentwicklungsplanung. Oberbürgermeister Christian Schramm entgegnete mit dem Verweis auf die bestehende Stadtentwicklungsplanung und das Leitbild 2020, das unter intensiver Einbeziehung der Bürger erarbeitet wurde. Gleichzeitig sprach er mit Blick auf den Lauencenterplan über die Bemühungen einer breiten Öffentlichkeitsarbeit, die besonders in der regionalen Tagespresse die nötige Klarheit vermissen ließen. Zum aktuellen Stand stellte Oberbürgermeister Schramm klar, dass es weder Überlegungen zu einem neuen Centerbau noch Gespräche mit einem Investor gibt.

Aus städtischer Sicht gliedert sich das Areal in drei Bereiche mit unterschiedlicher Funktion und mit entsprechend unterschiedlichen Entwicklungsaufgaben. Entlang der Goschwitzstraße sind Wohnen, kleinteiliger Handel und Gastronomie möglich. Im östlichen Bereich des Lauengrabens sind keine Veränderungen am Status zwingend, anders im nördlichen Teil. Hier sollten Sortimentslücken im städtischen Angebot geschlossen werden. Die Verkaufsfläche soll aber nicht mehr als 6.000 m² betragen. Denkbar ist ein Wohn- und Geschäftshaus mit 1- bis 2-geschossiger Handelsfläche. Wichtig ist es jedoch, bei allen Nutzungsüberlegungen stets grundstücksübergreifend Fragen nach Zufahrten, Parken oder Anliefern zu erörtern und einvernehmlich mit allen Eigentümern Lösungen dafür zu finden. Vertreter des Bürgerbündnisses umrissen die Idee von einem generationenübergreifenden Wohnprojekt, bei der viel ebenerdige Nutzung und Gastronomie im Vorderhaus eine Rolle spielen. Auch hier wurden Parallelen beispielsweise mit Überlegungen der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft festgestellt.

Das Bürgerbündnis wünscht sich ebenfalls ein Wohn- und Geschäftshaus auf der Fläche der Baubrache (ehemaliges Wendisches Haus), bezweifelt allerdings, dass auf diesen Grundstücken entsprechend große Flächen erstellt werden können. Dringend notwendig sei zudem, dass die Hoffläche der Posthalterei so bebaut werden könne, dass eine Hoffläche entstehe. Zur optimalen Nutzung sowohl des Grundstückes Posthalterei als auch eines möglichen Wohn- und Geschäftshauses am Lauengraben solle eine „Rücken-an Rücken-Bebauung“ der Grundstücke, also mit aneinander angrenzenden Brandmauern ermöglicht werden. Neben idealer Flächennutzung könne so ein Stück verlorener Stadtstruktur wiedererstehen. Über die Festlegung der Grundstücksgrenzen sind weitere Gespräche notwendig.

Wie geht es jetzt weiter? Die Stadt sucht nach einem oder mehreren Betreibern für den gewünschten Handel. Die BWB versucht, ihr Gebäude an der Ecke Äußere Lauen-/ Goschwitzstraße bis 2017 zu entwickeln. Der Verkauf des Hauses Goschwitzstraße 9 könnte mit einer entsprechenden Ausschreibung im ersten Halbjahr 2014 beginnen. Weitere planerische Ideen für das Areal sollten von den Möglichkeiten der Städtebauförderung abhängen. Allerdings gibt es zu diesem Punkt derzeit noch zu viele Unklarheiten. Letztlich wollen Bürgerbündnis und Verwaltung im Gespräch bleiben - auch dazu bestand Einvernehmen.

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