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Bautz'ner Senf von Develey aus Kleinwelka

Perfecta auf brasilianisch

Eines der Traditionsunternehmen in Bautzen, die Perfecta Schneidemaschinenwerk GmbH, geht einen neuen großen Schritt in seiner Entwicklung, informierte Geschäftsführer Dr. Hermsdorf Wirtschafts-Bürgermeister Michael Böhmer und Eckehard Oßwald, Leiter des Wirtschaftsförderungsamtes, bei ihrem Besuch im Werk in der Schäfferstraße. Künftig werden einige Typen der hochwertigen Schneidemaschinen des Unternehmens in Brasilien in Ribeirao Preto produziert. Dafür wurde eine gemeinsame Gesellschaft mit einem brasilianischen Partner gegründet. Von hier aus sollen auch die umliegenden lateinamerikanischen Länder beliefert werden.

Mit seinem ersten Produktionsstandort im Ausland will Perfecta seine Ausgangsbedingungen auf diesem interessanten Markt verbessern. Dieser Schritt zur Nationalisierung war notwendig geworden, weil der brasilianische Staat für die inländischen Produzenten schrittweise Schutzzölle aufgebaut hat. Zudem finanziert der Staat nationale Produkte zinsgünstig mit seinem Programm "Finame". Dadurch wurde der Vertrieb der Bautznener Produkte immer schwieriger, bis er 2004 nahezu vollständig zusammenbrach.

Mit Hilfe von Perfecta do Basil soll auch das Geschäft in den Mercosur- und assoziierten Ländern weiter ausgebaut werden. Von dieser Weiterentwicklung der Firma profitieren auch die Mitarbeiter am Standort Bautzen, da die Mehrzahl der Teile dauerhaft von Bautzen aus nach Brasilien zugeliefert wird. Wie Dr. Hermsdorf weiter mitteilte, sollen noch 2005 die ersten 12 Maschinen bei brasilianischen Kunden aufgestellt werden.

Die derzeit 110 Beschäftigten in Bautzen liefern ihre hochwertigen Produkte in 70 Länder in der ganzen Welt. Der Marktanteil in den USA hat sich ständig erhöht, nur 30 Prozent der Produktion werden heute noch in Deutschland verkauft. Die Perfecta in Bautzen hat sich nach einigen Jahren der Strukturanpassung heute stabil zur Nummer zwei bei der Produktion von Schneidesystemen für die Druckindustrie in Deutschland entwickelt.

02.08.2005

Bautzen schon zum dritten Mal Titelträger

Zum dritten Mal in Folge gewann Bautzen am 18. Januar den Titel "Mittelstandsfreundliche Gemeinde der Oberlausitz". Der jährlich vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) ausgelobte Wettbewerb ehrt Gemeinden, die bei der Entwicklung ihres Wirtschaftsstandortes besonders eng mit mittelständischen Firmen zusammen arbeiten. In diesem Jahr ortientierte der Wettbewerb vor allem auf Projekte, in denen es um die enge Kommunikation zwischen Unternehmen und Verwaltung ging.
Die Stadt Bautzen stellte in ihrem Wettbewerbsbeitrag die Aktivitäten des Innenstadtvereins in den Mittelpunkt, die wesentlich dazu beigetragen haben, die Innenstadt zu beleben.

19.01.2005

Bankenstadt Bautzen

Das Finanzgewerbe in der Spreestadt boomt. Im Februar eröffnet mit der CC-Bank das bereits neunte Kreditinstitut eine Filiale in der Stadt. Bautzen scheint für Banken ein gutes Pflaster zu sein. Obwohl sich bereits acht Geldhäuser mit Filialen und Beratungsstellen um das Geld der Bautzener kümmern, will sich demnächst ein weiteres Kreditinstitut in der Stadt ansiedeln: Anfang Februar eröffnet die CC-Bank ihre neue Niederlassung in der Steinstraße 8. "Wir haben generell nicht sehr viele Filialen in Deutschland. Was die Eröffnung neuer Zweigstellen angeht, verfolgen wir einen sehr selektiven Kurs", sagt Bank-Sprecherin Anke Wolf. Die CC-Bank ist eine hundertprozentige Tochter der größten spanischen Bank Santander Central Hispano. In Deutschland betreut das Geldinstitut drei Millionen Kunden. "Wir sind vorwiegend im Bereich Konsumentenkredite sowie Auto- und Warenfinanzierungen tätig", so Wolf.

Die Entscheidung für Bautzen fiel nach Auswertung der Kundenstruktur der Filiale in Dresden, einer von nur 55 in ganz Deutschland. "Unsere Dresdner Geschäftsstelle betreut ungefähr 19 000 Kunden", gibt Anke Wolf Auskunft. "Anhand der Vergabe von Krediten konnten wir sehen, dass viele von ihnen aus dem Bautzener Raum stammen. Wir kommen also nicht hierher und warten, bis sich Kunden finden. Die Kunden sind schon da, wir gehen ihnen lediglich ein Stück entgegen." Ein Jahr Frist erhält jede CC-Bank-Filiale, bis sie sich rentiert haben muss. "Bis jetzt hat das immer geklappt und damit rechnen wir auch für Bautzen."

Die ansässigen Bankhäuser, mit denen die CC-Bank um die blanken Groschen der Bautzener konkurriert, reagieren auf den neuen Mitbewerber zumindest nach außen gelassen. "Für uns ist das auf jeden Fall eine Herausforderung, dennoch erwarten wir keine spürbaren Auswirkungen auf unser Gesamtgeschäft", teilte die Sprecherin der Kreissparkasse, Elke Bauch, mit. Mit Kundeneinlagen von 1,16 Milliarden Euro ist die Sparkasse der Platzhirsch im Landkreis. Einen erfreulichen Aspekt gewinnt Bettina Lehmann von der Sparda-Bank der Neuansiedlung ab: "Wir begrüßen es, dass wir mit der CC-Bank einen weiteren Partner unseres Cash-Pools in der Umgebung haben, das ist ein Vorteil für unsere Kunden." Mit der CC-Bank entwickelt sich Bautzen langsam aber sicher zur Banken-Hauptstadt in Ostsachsen. In den vergangenen zwei Jahren erhielt die Branche in der Spreestadt bereits kräftige Impulse. Neben der Renovierung der Deutschen-Bank-Filiale am Postplatz sind dabei der Umzug der Sparda-Bank in die größeren Räume an der Reichenstraße sowie die Wiedereröffnung der Hypovereinsbank in der Kornstraße zu nennen. Und erst vor einem halben Jahr eröffnete die Citibank eine Zweigstelle in der Stadt. "Bautzen ist eine gute Adresse und Konkurrenz belebt das Geschäft", kommentiert Heike Steglich von der Commerzbank die Situation.

Holger Matthies, Lokalredaktion Bautzen der Sächsischen Zeitung

15.01.2006

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