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Daten und Fakten (Stand: Februar 2013)

Projektbeschreibung B 96n Bautzen Westtangente

  1. Gesamtlänge: ca. 5,4 km
  2. Gesamtkosten: ca. 31,5 Mio. €

Die B 96n und die B 6 werden als bedeutende überregionale Verkehrsverbindungen zwischen den Mittel­zen­tren Bautzen, Hoyerswerda und Löbau/Görlitz im Zentrum von Bautzen in gemeinsamer Trasse über die Spree geführt. Durch die Überlagerung von überregionalem Verkehr, europäischem Schwerlastverkehr sowie Quell- und Zielverkehr bestehen in der touristisch bedeutsamen Altstadt von Bautzen völlig unzurei­chen­de Verkehrs­verhältnisse, die zu permanentem Stau auf der Spreebrücke führen. Mit der Westtangente soll vorrangig der überregionale Verkehr von der A 4 in Richtung Löbau und Oppach separat geführt und damit das Stadtzentrum erheblich vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

Lageplan Westtangente


Das Projekt wird in zwei Bauabschnitte geteilt:

1. Bauabschnitt

Der 1. Bauabschnitt vom Bauanfang bis zur B 6 mit Bauwerk Schmoler Weg und Querspange wurde am 27. April 2011 für den Verkehr freigegeben. Damit wurde eine Umleitungsstrecke für die B 6 für den Zeitraum geschaffen, in dem durch den Bau des Tunnels im Kreuzungsbereich B 96n/B 6 kein Fahrzeugverkehr möglich ist. Die Sprengarbeiten für den Tunnel in der Daimlerstraße wurden im Februar 2011 begonnen und wurden im Juli 2012 beendet. Im Vorfeld wurden im Juni 2010 Probesprengungen im Bereich der Jordantalbrücke durchgeführt, um festzustellen, welche Mengen Sprengstoff nötig sind. In der Daimlerstraße wurden Leitungen, die unter der alten Fahrbahn lagen, von Juni bis November 2010 verlegt. Damit wurde für den Tunnel und die neue Trasse Platz geschaffen. Während der Tunnelarbeiten blieb die Dresdener Straße offen. Behelfsbrücken haben Fahrzeuge und Fußgänger über die Tunnelbaustelle geleitet.
Am 20.11.2012 wurde die B 6/Dresdener Straße im Bereich der Einmündung Daimlerstraße wieder vollständig hergestellt.

2. Bauabschnitt

Der Auftrag für den Streckenbau im 2. Bauabschnitt mit der B 6 bis zum Bauende wurde im Dezember 2011 vergeben und die Bauarbeiten begannen im März 2012. Vorgezogene Maßnahmen in diesem Abschnitt waren die Spreebrücke mit Fertigstellung im November 2011 und der Tunnel Daimlerstraße mit Beginn der Arbeiten für den Tunnelaushub im November 2010. Der Aushub der Tunnelbaugrube ist abgeschlossen. Der Tunnelrohbau wird planmäßig im März 2013 beendet. Die Vergabe für die Ausstattung des Tunnels erfolgte im Dezember 2012, mit den Arbeiten wird im Frühjahr 2013 begonnen.

Der Knotenpunkt 7 Zeppelinstraße/Neusalzaer Straße wird im I. Quartal 2013 fertig gestellt. Die Arbeiten an den Knotenpunkten 6 Zeppelin-/Wilthener-/Siemensstraße und 5 Siemens-/Preuschwitzer Straße werden im I. Quartal 2013 begonnen und im III. Quartal 2013 beendet.

Im Herbst 2012 wurden die Rampen zur Spreebrücke und der Damm zwischen Stiebitzbachbrücke und Knotenpunkt 4 geschüttet, so dass über den Winter ausreichend Zeit für das Abklingen der zu erwartenden Setzungen besteht.

Landschaftspflegerische Maßnahmen zur Kompensation der Westtangente

In der Landschaftsplanerischen Ausführungsplanung (LAP) werden die Kompensationsmaßmaßnahmen des Landschaftspflegerischen Begleitplanes (LBP) planerisch umgesetzt. So werden im Bereich der neu entstehenden Böschungen der B 96n und vielfach auf angrenzenden Flächen Gehölze in Reihen, als Baumgruppen, als Einzelbäume oder Hecken gepflanzt, um die neue Trasse in die Landschaft einzubinden. Räumliche Schwerpunkte, an denen im unmittelbaren Umfeld der Trasse eine Neu- oder Umgestaltung der Landschaft erfolgt, liegen in der Niederung der Spree sowie an der zukünftigen Querspange und im Kreuzungsbereich mit dem Schmoler Weg.

Die Maßnahmen im 1. Bauabschnitt wurden bereits abgeschlossen, die des 2. Bauabschnitts werden zum Ende der Bauarbeiten der Strecke umgesetzt. Derzeit wird die Planung mit den Umweltbehörden der Stadt und des Landkreises abgestimmt.

Chronologie/Ausblick

  1. Bauzeit des 2. Bauabschnittes: Dezember 2011 bis Ende 2013
  2. Bauzeit der Spreebrücke: Mai 2010 bis November 2011
  3. Bauzeit Tunnelaushub: November 2010 bis Augst 2011
  4. Bauzeit Tunnelrohbau: August 2011 bis März 2013
  5. Bauzeit Tunnelausstattung: Frühjahr 2013 bis Herbst 2013

Schutzmaßnahmen

Mit dem Planfeststellungsbeschluss wurde ein umfangreicher Katalog von Maßnahmen festgelegt, der die Belastungen für Anwohner und Umwelt minimieren oder ausgleichen soll. Zum Schutz vor Lärm sind entlang der Trasse an mehreren Stellen Lärmschutzwände vorgesehen. Um die Anwohner zu schützen, werden beispielsweise an der Westtangente zwischen Daimlerstraße und Neustädter Straße bis zu vier Meter hohe Lärmschutzwände gebaut. Diese Lärmschutzwände werden im Rahmen der Straßenbaumaßnahme errichtet, so dass der Schutz der Anwohner mit Verkehrsfreigabe gewährleistet ist.

Eine Reihe von Häusern wird darüber hinaus mit passivem Lärmschutz ausgestattet. Das Wohngebiet Daimlerstraße/Kolpingstraße östlich der künftigen B 96 wird vom Straßenlärm durch die Tunnelführung der neuen Straße in diesem Planabschnitt abgeschirmt werden.

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Luftbild Bau Brücke

Kontakt


Ihre Fragen zur Westtangente richten Sie bitte an westtangente@bautzen.de