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Die historische Innenstadt aus der Luft gesehen

Geschichte

Bautzens Geschichte im Überblick
8000 v. Chr. steinzeitliche Besiedlungsplätze
3. Jh. ostgermanische Besiedlung
7. Jh. Einwanderung slawischer Milzener
1002 erste schriftliche Erwähnung "budusin“
1018 Frieden zu Bautzen zwischen Deutschen und Polen
wohl 1213 Einsetzung eines Rats nach Aufforderung durch König Ottokar I. von Böhmen zum Bau eines steinernen Rathauses
1240 erste urkundliche Erwähnung des Stadtrechtes
1250 Rechte einer freien Kommune
1346 Gründung des Sechsstädtebundes mit Görlitz, Kamenz, Lauban, Löbau, Zittau
1391 Recht der freien Ratswahl
1405 großer Handwerkeraufstand
1429/1431 erfolglose Belagerung durch die Hussiten
1524 Begründung der evangelischen Kirche in Bautzen, Dom wird Simultankirche
1634 schwere Zerstörung der Stadt durch schwedische Truppen
1635 Zugehörigkeit zu Sachsen
1709 großer Stadtbrand
1813 Schlacht bei Bautzen
1815 Auflösung des Sechsstädtebundes infolge der Teilung der Oberlausitz
1846 Eröffnung der Bahnlinie Dresden–Bautzen
1868 amtliche Umbenennung Budissin in Bautzen
1872 Entstehung der ersten deutschen Schulsternwarte
1888-1891 Erbauung der neuen Maria-und-Martha-Kirche am heutigen August-Bebel-Platz
1897-1904 Errichtung des "Wendischen Hauses" (1945 zerstört)
1902 Bautzen erhält vom sächsischen König Georg den "Rietschel-Giebel", der am Ostgiebel des Stadttheaters angebracht wurde
1902-1906 Erbauung des Justizgebäudes
1904 Die Sächsische Landesstrafanstalt wird ihrer Bestimmung übergeben (Gelbes Elend)
1908-1909 Errichtung der Kronprinzenbrücke, heute Friedensbrücke
1912 Einweihung Stadtmuseum
Gründung der Domowina als Dachverband aller sorbischen Vereinigungen
1913 Eingemeindung des Dorfes Strehla
1917 In Bautzen werden 11 Kirchen- und Profanglocken der Rüstung geopfert
1920 Eröffnung des Spreebades
1921 Wiedererrichtung des Bistums Meißen durch Papst Benedikt XV. mit Sitz in Bautzen. Das Kapitel wurde Kathedralkapitel und der Dom St. Petri Kathedrale des Bistums Meißen.
1922 Eingemeindung des Dorfes Seidau
1925 Gründung des Klosters der Franziskanerinnen vom Allerheiligsten Sakrament durch Bischof Christian Schreiber in Bautzen (Klosterstraße)
1928 Erste offizielle Osterreiterprozession von Bautzen nach Radibor seit dem Ende des 18. Jh.
1933 Jahrtausendfeier bezugnehmend auf die Erweiterung der Mark Meißen auf das Gebiet der Milzener, einem Teil der späteren Oberlausitz
1933-1989 Ab 1933 sind unter den Nationalsozialisten zahlreiche Menschen aus politischen Gründen im Gefängnis Bautzen I (1904 in der Breitscheidstraße erbaut) inhaftiert. Nach dem Krieg nutzen die sowjetischen Besatzer das Gefängnis als „Speziallager“. Bis 1956 sterben mehr als 3000 Gefangene auf Grund der unmenschlichen Haftbedingungen. Bis 1989 ist Bautzen I eines der größten Gefängnisse der DDR, in dem neben Kriminellen auch immer wieder Menschen aus politischen Gründen inhaftiert sind.
1933-1989 Auch in der 1906 in der Weigangstraße errichteten Haftanstalt Bautzen II waren während des Nationalsozialismus und der sowjetischen Besatzungszeit zahlreiche politische Gefangene eingesperrt. Seit 1949 nutzte die DDR das kleinere Gefängnis der Stadt immer wieder zur Inhaftierung politischer Gefangener. Ab 1956 bis 1989 diente das Haus der Staatssicherheit der DDR als Sonderhaftanstalt.
1938 Verfolgung der in Bautzen lebenden Juden und Zerstörung der in ihrem Besitz befindlichen Geschäfte innerhalb der "Reichskristallnacht"
1944 Errichtung eines Außenlagers des Konzentrationslagers Groß-Rosen im Waggonbau
1945 Festungsartiger Ausbau der Stadt als Bollwerk gegen die alliierten Truppen vor Kriegsende. Während der Kampfhandlungen wurden etwa 10 % der Wohnhäuser mit fast 34 % des Wohnungsbestandes zerstört. 18 Brücken, 35 öffentliche Gebäude, 46 Kleinbetriebe, 23 mittelgroße Betriebe wurden vollständig zerstört. In Bautzen sind auf beiden Seiten ca. 6500 Soldaten gefallen und (nach widersprüchlichen Statistiken) etwa 350 Zivilpersonen getötet worden.
1966–1989 7 Festivale der sorbischen Kultur
1969 Abbruch des Stadttheaters (mit Rietschelgiebel am Kornmarkt) und des Reichentores
1973–1975 Neubaugebiet "Dr.-Salvador-Allende-Straße" (1500 Wohnungen)
1974 Fertigstellung der Talsperre Bautzen
1975 Neubau des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters
1977–1987 Neubaugebiet Gesundbrunnen (5 900 Wohnungen)
1991 Neugründung des Sechsstädtebundes
Gründung der "Stiftung für das sorbische Volk"
1992 Satzungsbeschluss zur Altstadtsanierung
1994 Niederkaina und Stiebitz werden Ortsteile von Bautzen
1995 Ernennung zur Großen Kreisstadt
1999 Kleinwelka wird Ortsteil von Bautzen
2002 1000-Jahr-Feier der urkundlichen Ersterwähnung
2003 Beginn des Rückbaus von einzelnen Wohnblöcken im Wohngebiet Gesundbrunnen
2005 Beschluss des Leitbildes "Bautzen 2020" durch den Stadtrat
2007 Erstmalige Verlegung von "Stolpersteinen" zur Erinnerung an jüdische Mitbürger durch den Künstler Gunter Demnig in Bautzen
2008 Das Sorbische Schul- und Begegnungszentrum nimmt nach umfangreichem Umbau seinen Schulbetrieb auf
2010 Jahrhundertflut in Bautzen
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