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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Wie wäre es mit einem sorbischen Vornamen?

Witaj-Sprachzentrum präsentiert eine neue Publikation

Viele Eltern werden sich noch an eine entscheidende Frage erinnern: mit welchem Vornamen schicke ich mein Kind in die Welt? Das WITAJ-Sprachzentrum machte sich zu diesem Thema Gedanken und Autor Dr. Timo Meškank erarbeitete ein Jahr lang das Lexikon “Serbske předmjena – Serbske pśedmjenja – Sorbische/wendische Vornamen”. Am 20. April überreichte er es an Oberbürgermeister Alexander Ahrens und die Mitarbeiterinnen des Bautzener Standesamtes.

Von Abel bis Zygrida (Siegrid) verzeichnet das neue Nachschlagewerk etwa 1.200 Vornamen, die im sorbischsprachigen Raum verwendet wurden und werden. Dazu gehören sorbische Namen biblischen Ursprungs ebenso wie Namen aus anderen slawischen, der deutschen und weiteren Sprachen. Möchten Eltern ihrem Kind einen sorbischen Vornamen geben, verzeichnet das Lexikon die korrekte Schreibweise und sie benötigen dafür keinen gesonderten Nachweis mehr. Damit soll das Lexikon ausdrücklich einen Beitrag zur Ermutigung und zur Belebung des Gebrauchs der sorbischen Sprache leisten.

Angehörige des sorbischen Volkes haben das Recht, ihren Namen in ihrer Muttersprache amtlich zu führen. Seit 1997 ist dies im Minderheiten-Namensänderungsgesetz geregelt. Dafür bildet das neue Lexikon erstmals eine autorisierte Grundlage. Zu haben ist es im Witaj-Sprachzentrum oder im Standesamt der Stadt Bautzen, Gewandhaus, Innere Lauenstraße 1. Eine Onlineversion ist in der Entstehung aber noch nicht freigeschaltet.

Rein statistisch betrachtet bringen Bautzenerinnen im Alter von 15 bis 45 Jahren 2,2 Kinder zur Welt. Dieser Wert liegt weit über dem deutschen Durchschnitt von nur 1,5 und zeigt, dass die Bevölkerung das Modell Familie noch zu schätzen weiß und grundsätzlich Vertrauen in die Zukunft hat.

Dr. Timo Meškank (r.) übergibt das Lexikon an Oberbürgermeister Ahrens und die Mitarbeiterinnen des Standesamtes

 

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