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Stadtansicht Bautzen - Blick von der Friedensbrücke

Wunder und mehr im Archivverbund

Mit seinem Veranstaltungsprogramm 2015 möchte der Archivverbund Bautzen auch im neuen Jahr historische Themen und Jubiläen unter die Lupe nehmen und kann dank der Unterstützung zahlreicher Referenten die Tür zum Veranstaltungsraum in der Schloßstraße 12 öffnen.

Am 13. Januar wird Dr. Jens Bulisch, Crostwitz, einen Blick auf den 200. Jahrestag der Teilung der Oberlausitz 1815 werfen und dabei kritisch die Perspektive des französischen Diplomaten Talleyrand-Perigord aufzeigen, der da meinte „Die Abtretung eines Theils der Ober- und Niederlausitz würde keine eigentliche Zerstückelung Sachsens sein“.

Dem näher rückenden Reformationsjubiläum 2017 gilt die Ausstellung „Gesichter der Reformation in der Oberlausitz, Böhmen und Schlesien“, welche am 3. Februar von Dr. Lars-Arne Dannenberg, Königsbrück, eröffnet wird und welche Teil eines grenzüberschreitenden Projekts ist.

Erst ein Vierteljahrhundert zurück reicht die Spanne bis zur Friedlichen Revolution 1989/1990, doch ihre Überlieferung im Stadtarchiv ist noch verhältnismäßig dünn. Unter der Frage „Wie dokumentiert man ein Wunder?“ wird am 10. März ein Blick auf Bewahrtes aus privater Hand ermöglicht. An diesem Abend sind Dr. Eva Lenk, Georg Kanig und Carmen Schumann anwesend, die jene Zeit in Bautzen miterlebt und ihre Dokumente dem Stadtarchiv übergeben haben.

Denkmalpflege ist in der Bautzener Altstadt ein immerwährendes Thema – doch wie weit reicht dieser Schutz auch für Bereiche der ehemaligen Vorstädte? Gleich zwei Vorträge werden sich deshalb dem Areal zwischen Goschwitzstraße und Lauengraben widmen, die in den vergangenen Jahren für Zündstoff sorgten. „Die Bautzener Posthalterei als Stützpunkt des sächsischen Postwesens im Zeitraum 1746 – 1813“ ist Gegenstand des Referats von Prof. Dr. Jos Tomlow am 14. April. Am 5. Mai referiert Dipl.-Ing. Sabine Spitzner-Schmieder über „Hauseigentum in der Lauenvorstadt im Wandel der Zeit“. Beide Vorträge finden im Veranstaltungssaal des Steinhaus Bautzen, Steinstraße 37 statt. „Das Münzwesen als Waffe“? – das geht doch gar nicht, möchte man meinen. Dass es doch funktionierte, zeigen die beispiellosen Münzfälschungen Preußens während des Siebenjährigen Kriegs über die Dr. Frank Metasch, Dresden, am 9. Juni in seinem Vortrag berichten wird. Er erläutert anschaulich die unerhörte Methode des preußischen Königs Friedrich II., seine hohen Kriegskosten mittels Falschprägungen zu decken.

Zu allen Veranstaltungen lädt der Archivverbund herzlich ein. Abgesehen von den Veranstaltungen im April und Mai ist der Veranstaltungsort jeweils die Schloßstraße 12, Beginn jeweils um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei.

www.archivverbund-bautzen.de

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